Grundlegende Dokumente

INTERNATIONAL

IMPaCCT (International Meeting for Palliative Care in Children, Trento), eine Arbeitsgruppe der EAPC (European Association for Palliative Care), hat im Jahr 2006 Standards für die palliative Versorgung von Kindern in Europa definiert und diese 2007 im European Journal of Palliative Care veröffentlicht. Diese Standards werden von vielen pädiatrischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden verwendet und unterstützt.

=> IMPaCCT: Standards pädiatrischer Palliativversorgung in Europa (PDF)

Icpcn, das International Children´s Palliative Care Network, ist ein weltweites Netzwerk von Organisationen und Personen, die sich im Bereich pädiatrische Hospiz und Palliative Care engagieren. Das internationale Netzwerk hat es sich zu Aufgabe gemacht, weltweit für die Rechte von unheilbar oder lebensbedrohlich erkrankten Kindern und Jugendlichen einzutreten. ICPCN hat grundlegende Papiere zu pädiatrischer Hospiz und Palliative Care erarbeitet, insbesondere:

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat 1998 eine Definition von Palliative Care für Kinder verabschiedet. Demnach umfasst die „Palliativversorgung von Kindern die aktive ganzheitliche Betreuung von Körper, Geist und Seele des Kindes und beinhaltet auch die Unterstützung der Familie“.

WHO Definition of Palliative Care for Children

Die Maruzza Foundation mit Sitz in Rom setzt sich für die Entwicklung von Netzwerken ein, die für die Bereitstellung einer qualitativ hochwertigen und gerechten Hospiz- und Palliativversorgung von Menschen sorgen. Die Stiftung hat die Erarbeitung von zwei grundlegenden Papieren zur pädiatrischen Hospiz und Palliative Care initiiert:

Das Ministerkomitee des Europarats (Council of Europe) hat im Jahre 2003 eine Empfehlung zur nationalen Entwicklung und Implementierung der Palliativversorgung für die 47 Mitgliedstaaten des Europarates verabschiedet.

Das europäische Parlament hat im Jahre 2008 einen Bericht über Palliative Care in der Europäischen Union mit Einzelberichten über jeden der 27 Mitgliedstaaten, einem Ranking unter verschiedenen Aspekten und Beispielen von best practice vorgelegt.

Wir danken dem Deutschen Hospiz- und PalliativVerband e.V. sehr herzlich für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne der Erlaubnis, Teile der DHPV-Website zu International hier übernehmen zu dürfen!

ÖSTERREICH

Die Gesundheit Österreich GmbH entwickelte unter Mitarbeit von Expert*innen das Experten-Konzept Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das 2013 vom Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht wurde. Im selben Jahr gab der Dachverband Hospiz Österreich ein Curriculum für den Aufbaukurs zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen heraus. Ergänzend zum Expertenkonzept erarbeitete der Dachverband Hospiz Österreich Umsetzungsempfehlungen und veröffentlichte diese 2015.

2017 wurde in den Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) ein eigenes Kapitel zur Palliativ- und Hospizversorgung von Kindern und Jugendlichen aufgenommen. Damit haben das Versorgungsmodell und die Strukturqualitätskriterien einen höheren rechtlichen Stellenwert und ein gewisses Maß an Verbindlichkeit erhalten.

=> Experten-Konzept Hospiz- und Palliativversorgung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (GÖG/ÖBIG) (PDF) 
=> Umsetzungsempfehlungen zur Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (DVHÖ) (PDF)
=> Curriculum zum Aufbaukurs zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (PDF)

Österreichischer Strukturplan Gesundheit (ÖSG)
=> Auszug Hospiz/Palliativ ÖSG 2017 (PDF)
=> ÖSG 2017 (PDF)