Hospiz- und Palliativeinrichtungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Wohin können Sie sich wenden, wenn Sie ein Hospiz- und Palliativangebot in Anspruch nehmen wollen, das sich speziell an Familien mit schwerkranken Kindern richtet? Welche Einrichtungen gibt es in Österreich?

Mobile Angebote wie Kinder-Hospizteams und Mobile Kinder-Palliativteams kommen zu Ihnen nach Hause.

Stationäre Angebote wie Pädiatrische Palliativbetten im Krankenhaus oder ein Stationäres Kinder-Hospiz stehen für einen Aufenthalt Ihres Kindes oder auch der ganzen Familie zur Verfügung.

Welche Hospiz- und Palliativeinrichtungen es in Österreich und in Ihrem Bundesland gibt, erfahren Sie in der Einrichtungsübersicht. Hier finden Sie auch die Kontaktdaten der Landeskoordinierenden Organisationen, die Ihnen spezifische Auskunft über die Angebote im Bundesland und in Ihrer Region geben können.

-> Was leisten die Einrichtungen?

-> Zu den Kosten

-> Entlastung und Trauer


Was leisten die verschiedenen Hospiz- und Palliativeinrichtungen?

Kinder-Hospizteam

Ein Kinder-Hospizteam unterstützt die Familie zu Hause oder im Krankenhaus. Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter*innen begleiten vom Zeitpunkt der Diagnose, im Leben, im Sterben und über den Tod hinaus. Sie kümmern sich um das erkrankte Kind bzw. den oder die Jugendliche/n, die Eltern, die Geschwister und verbringen gemeinsam Zeit mit ihnen, spielen, hören zu, machen Ausflüge, lesen vor, …

Mobiles Kinder-Palliativteam

Ein Mobiles Kinder-Palliativteam übernimmt die palliative Versorgung schwer kranker und sterbender Kinder zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung und hilft beim Aufbau eines Betreuungsnetzwerks. Ein Mobiles Kinder-Palliativteam besteht aus Ärzt*innen, Kinderkrankenpfleger*innen, Sozialarbeiter*innen, es können auch Psycholog*innen, Seelsorger*innen und Therapeut*innen im Team vertreten sein. Alle Mitarbeiter*innen verfügen über eine spezielle Qualifikation in der Palliativbetreuung von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist eine bestmögliche Betreuung zu Hause und die Lebensqualität der Patient*innen und ihrer Familien in vertrauter Umgebung zu erhalten und zu verbessern. Konkret geht es dabei um

  • Linderung von Beschwerden, z.B. Schmerzen
  • Unterstützung beim Übergang von stationärer zu häuslicher Versorgung
  • Beratung in medizinischen, pflegerischen und sozialrechtlichen Fragen
  • Einschulung bei speziellen pflegerischen Maßnahmen
  • Notfallplan für Krisensituationen
  • Hausbesuche
  • Aufbau eines Betreuungsnetzwerkes
  • Begleitung in der Zeit des Abschiednehmens und in der Trauer
Pädiatrische Palliativbetten

Pädiatrische Palliativbetten versorgen schwer erkrankte Kinder bzw. Kinder mit einer chronischen Erkrankung und verkürzter Lebenszeit und ihre Familien im Krankenhaus. Kind und Familie werden unterstützt in akuten medizinischen Krisen, in der Überleitung in die häusliche Pflege, weiters erfolgt Diagnostik und Therapieeinstellung.

Stationäres Kinder-Hospiz (mit psychosozialem Schwerpunkt)

Ein Stationäres Kinder-Hospiz nimmt erkrankte Kinder und ihre Familien für eine bestimmte Zeit auf und bietet Entlastung und professionelle Unterstützung. In Österreich hat das bislang einzige Stationäre Kinder-Hospiz einen psychosozialen Schwerpunkt. Eine Wohn- und Pflegeeinrichtung bietet einen Kinderhospizplatz für die letzten gemeinsamen Tage als Familie.

Zu den Kosten

Noch gibt es keine einheitliche, überall in Österreich gültige Regelung bezüglich der Kostentragung.

Österreichweit gilt: ehrenamtliche Kinder-Hospizbegleiter*innen und damit auch die Kinder-Hospizteams bieten ihre Begleitung immer kostenfrei an. Auch wenn ein Mobiles Kinder-Palliativteam in Anspruch genommen wird, fallen keine Kosten an.

Bei den Aufenthalten in einem Krankenhaus (inkl. Pädiatrische Palliativbetten) fallen die üblichen Kosten für den Selbstbehalt an. Die Kosten für das Stationäre Kinder-Hospiz und den Kinderhospizplatz erfragen Sie bitte direkt bei den Einrichtungen.

Hospiz Österreich arbeitet daran, eine Regelfinanzierung durch die öffentliche Hand zu erreichen.

Entlastung und Trauer  

Das Leben und der Alltag mit einem chronisch kranken Kind sind für Familien eine große Herausforderung und Belastung. Als Eltern eines schwerkranken Kindes sind sie oft rund um die Uhr – und das gegebenenfalls über viele Jahre hinweg – mit der Pflege und Sorge um das kranke Kind beschäftigt. Die tägliche Betreuung ist kräftezehrend und zeitintensiv. Darunter leidet die gesamte Familie. Auch die Geschwister brauchen Aufmerksamkeit, die Partnerschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Oft stellt sich auch soziale Isolation ein.

Es sind in Österreich verschiedene Angebote entstanden, die erkrankte Kinder, ihre Geschwister und Eltern mit Therapie-, Erholungs- und Urlaubsangeboten sowie auch in der Zeit der Trauer in unterschiedlicher Weise unterstützen.

Mehr zu diesen Angeboten finden Sie unter

Angebote zur Entlastung

Angebote in der Trauer